Datenschleuse: Du kommst hier nicht rein!

Auf USB-Sticks lässt sich so manches in Ihr Unternehmen bringen: Software-Updates, Präsentationen, Vertriebs- und Marketingunterlagen usw. Leider aber auch Malware. Doch Abhilfe ist möglich, beispielsweise über intelligente Datenschleusen...

Am Flughafen haben wir uns heute wie selbstverständlich daran gewöhnt: Der Weg zum Abflug-Gate führt unweigerlich durch die Sicherheitskontrolle, an der potenziell gefährliche Gegenstände erkannt werden. Auch in Unternehmen sind Zugangskontrollen nicht unüblich, gerade in sensiblen Bereichen.

Doch es lauern Gefahren, die auf den ersten Blick eigentlich ganz harmlos aussehen: Mitgebrachte Speichermedien von Mitarbeitern oder Dienstleistern etwa, also beispielsweise USB-Sticks, externe Festplatten oder Speicherkarten. Doch diese sind, man ahnt es schon, leider geradezu optimale „Wirte“ für Malware.

Wer solche Risiken wirksam abschwächen möchte, muss eine entsprechende Strategie für das gesamte Unternehmen oder einzelne, besonders gefährdete Bereiche aufsetzen. Gleich doppelt betroffen sind hier beispielsweise Entwicklungsabteilungen oder Steuerungssysteme im Industrie-Umfeld – IT-Anlagen, die in vielen Fällen nicht über konventionelle Sicherheitslösungen geschützt werden können. Ein Ausfall ist extrem teuer, geht zu Lasten der Produktivität und kann ein Unternehmen buchstäblich zum Stillstand bringen.

Generelles Verbot von externen Speichermedien in der Regel nicht praktikabel

Eines gleich vorab: Oft kommt in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob nicht ein generelles Verbot der Mitnahme entsprechender Speichermedien ins Unternehmen die sicherste und eleganteste Lösung wäre. Denn was nicht verwendet wird, kann erst gar keine Viren, Trojaner oder sonstige Malware übertragen. Klingt in der Theorie gut, zugegeben. Allein: Ein komplettes Verbot entsprechender Datenträger ist in den meisten Fällen nicht praktikabel und häufig auch schlicht unmöglich.

Nur sichere Speichermedien zulassen

Wie also einerseits für Sicherheit sorgen, anderseits Mitarbeiter, Dienstleister, Besucher und Partner nicht stärker als unbedingt notwendig einschränken? Der Königsweg besteht darin, die USB-Sticks & Co. zwar ins Unternehmen zu lassen, vorher aber einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Zweckmäßig geschieht dies in Form einer sogenannten Datenschleuse – und genau hier schließt sich wieder der Kreis zum Bild der Flughafen-Kontrolle.

Was ist eine Datenschleuse?

Denn eine Datenschleuse funktioniert vom Grundprinzip her ähnlich wie der erwähnte Sicherheitscheck am Airport: An einer Kontrollstation, die zum Beispiel am Eingang zu wichtigen, separierten Bereichen platziert wird, werden mitgebrachte Datenträger einem umfassenden, automatischen Sicherheitscheck unterzogen. Als eigenständige Kiosk-Lösung betrieben, kann eine Datenschleuse vollständig selbsterklärend genutzt werden. Das jeweilige Medium – unterstützt werden hier verschiedenste Medien von USB-Sticks, CDs/DVDs, Flash-Speicherkarten, externen Festplatten bis hin zu Disketten – wird einfach am System angesteckt bzw. eingelegt und anschließend geprüft. Je nach Ergebnis des Malware-Scans lassen sich über Workflows verschiedene Aktionen auslösen – von der Kopie der gescannten Daten auf ein vertrauenswürdiges Medium bis hin zum Secure File Transfer auf ein verschlüsseltes Portal.

Schwarm-Intelligenz: Bis zu 35 Anti-Malware-Engines parallel

Natürlich muss sichergestellt sein, dass eine solche Datenschleuse ihrer Aufgabe auch wirklich nachkommt. Gerade beim Zutritt zu neuralgischen Bereichen müssen sich Unternehmen auf die Scan-Qualität verlassen können. False Positives sind hier ebenso problematisch wie False Negatives.

Bei der MetaDefender Kiosk Datenschleuse von OPSWAT etwa kommen aus genau diesem Grunde bis zu 35 Anti-Malware-Engines parallel zum Einsatz. Die auf API-Ebene eingebetteten Anti-Malware Lösungen verschiedener Hersteller und aus unterschiedlichen Regionen bündeln im Gesamtpaket ihre jeweiligen Stärken bei der Schadsoftware-Erkennung durch Signaturen, Heuristik und Machine Learning.

Das „Netz“ wird dadurch so engmaschig, dass es selbst für extrem seltene oder besonders neue Malware-Varianten nahezu unmöglich wird, unerkannt zu bleiben. Die Datenschleuse ist zusätzlich in der Lage, Details zu bisherigen Scans sicher zu archivieren, wodurch ein Abgleich mit historischen Hash-Werten möglich wird. Auf diese Weise bleiben selbst Veränderungen auf Dateiebene nicht unentdeckt. Ebenso lassen sich problemlos mehr als 30 Arten von Archivdateien verarbeiten, darunter auch verschlüsselte Archive mit Passwortschutz.

Fazit: 

Auch wenn so mancher IT-Verantwortliche davon träumen würde: USB-Sticks und Speicherkarten werden sich auch morgen oder übermorgen nicht verbieten lassen. Unternehmen müssen deshalb dafür Sorge tragen, dass auf ihnen zumindest keine gefährliche Software in die sensible Firmenumgebung gelangt. Eine gute Datenschleuse ist deshalb idealerweise wie ein guter Türsteher: Freundlich und umgänglich zu Stammgästen, aber im Fall des Falles auch jederzeit dazu bereit, ein nachdrückliches „Du kommst hier nicht rein!“ auszusprechen.

Quelle: https://blog.prosoft.de/datenschleuse/
 


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