Glasfaserverkabelungen
Eine kurze Einführung in die Technik:
Multimode
Eine kurze Einführung in die Technik:
Multimode
Hier sind viele einzelne Lichtwellen (Moden) an der Signalübertragung beteiligt. Aufgrund mehrerer möglicher Lichtwege kommt es zu Signalbeeinflussungen (Laufzeitunterschiede), daher sind Multimode- Fasern zur Nachrichtenübertragung über große Distanzen bei hoher Bandbreite nicht geeignet. Multimode-Fasern zur Nachrichtenüber- tragung haben einen inneren Kerndurchmesser von 50 µm (EU-Standard). Der äußere Durchmesser der Faser beträgt bei beiden Ausführungen jedoch fast immer 125 µm. Maximale Übertragungsreichweite bei Multimode beträgt bei einem Kerndurchmesser von 50 µm ca. 550 m und bei 62,5 µm ca. 275 m.
Monomode (Singlemode)
Die Signalübertragung erfolgt hier über Licht einer (mono, single) Wellenlänge (Mode).
Bei großen Distanzen und/oder Bandbreiten werden nur Standard-Singlemode-Fasern (SSMF) eingesetzt, da hierbei Signalverzerrungen ausschließlich aufgrund der chromatischen Dispersion, nicht jedoch – wie bei Multimode-Fasern – aufgrund unterschiedlicher Ausbreitungsgeschwindigkeiten auftreten.
Die Singlemode-Faser, hat meistens einen Kerndurchmesser von typischerweise 3 bis 9 µm, der äußere Durchmesser beträgt jedoch auch hier 125 µm. Die eigentliche Übertragung der Information erfolgt im Kern der Faser.
Ein weiterer Vorteil dieser Wellenlänge ist, dass sich durch ein dynamisches Wechselspiel der dispersiven und optisch-nichtlinearen (Kerr-Effekt) Eigenschaften von Glasfaserkabeln gerade bei dieser Wellenlänge Solitonen erzeugen lassen. Die Wellenpakete (Lichtimpulse) können demnach weitestgehend unverfälscht übertragen werden.
